GEMMAG
Genealogische Miszellen für Magdeburg

Nach der Arbeit an der eigenen Familiengeschichte waren die "Schweizer (Einwanderer) in Heidelberg nach dem Dreißigjährigen Krieg" mein ursprüngliches genealogisches Forschungsthema. Die Ergebnisse dazu veröffentlichte ich 2009 in Buchform und unter Einbeziehung der Einwanderer in die Umgebung Heidelbergs 2013 als Datenbank "SEHUM".

Die Schweizer Einwanderer, die nach dem Dreißigjährigen Krieg in die Kurpfalz gekommen waren, erlebten im Pfälzischen Erbfolgekrieg deren Zerstörung. 1689 wurde von den franz. Truppen u.a. Mannheim total zerstört und eine Wiederbesiedlung konsequent verhindert. Es kam deshalb zu einem Exodus großer Teile der Mannheimer Bevölkerung nach Magdeburg, dem sich viele Bewohner anderer zerstörter Orte der Kurpfalz anschlossen. Auf Einladung des brandenburgischen Kurfürsten ließen sie sich dort nieder und bildeten die "Pfälzer Kolonie" mit eigenem Rechtsstatus und eigener Organisation.

Bei den Recherchen nach dem Verbleib durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg vertriebener Schweizer Einwanderer war mir die "Familiendatenbank Magdeburg" eine große Hilfe. Diese als Ortsfamilienbuch konzipierte Datenbank ist in jahrzehntelanger Arbeit von der Arbeitsgemeinschaft Genealogie Magdeburg (AGGM) erstellt und veröffentlicht worden. Sie soll die Lücke schließen, die für genealogische Forschungen dadurch entstanden ist, daß die Kirchenbücher für Magdeburg fast sämtlich am Ende des Zweiten Weltkriegs in einem sicher geglaubten Depot doch noch vernichtet wurden.

Als Dank für die Hilfe bei meiner Forschung und aus erwachtem Eigeninteresse an der Geschichte Magdeburgs begann ich Anfang 2017 mit dem Erfassen von Personen, die noch nicht in der Familiendatenbank Magdeburg enthalten sind. Dabei stützte ich mich insbesondere auf Quellen, die bisher erkennbar noch nicht systematisch ausgewertet sind. Dies betrifft z.B. Leichenpredigten, Amtsblätter der Regierung zu Magdeburg, Jahrbücher der höheren Schulen Magdeburgs mit ihren Schulchroniken sowie Schülerverzeichnissen und Magdeburger Zeitungen wie die "Magdeburgische Zeitung" und die "Volksstimme" mit ihren familienkundlichen Nachrichten. Dadurch konnten mehr als 20 000 Personen identifiziert werden, die entweder noch nicht in der Familiendatenbank enthalten sind oder zu denen wesentliche Zusatzinformationen gefunden wurden.

Die Ergebnisse dieser Forschung werden als kleines Dankeschön an die Autoren der Familiendatenbank Magdeburg und ggfls. zu deren Ergänzung veröffentlicht. Entsprechend den Fortschritten meiner weiteren Recherchen sind regelmäßige neue "Auflagen" von GEMMAG vorgesehen.

Über Kritik, Anregungen oder zusätzliche Informationen würde ich mich freuen!

Heidelberg, im Februar 2018

Norbert Emmerich
(E-Mail: gemmag at online.de)


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Auflage

Februar 2018 
 


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Erzeugt mit Ortsfamilienbuch © von Diedrich Hesmer